Der Rheinisch-Deutsche Nationalkonvent 1792/93
zuletzt aktualisiert: 11.05.2007
Im Februar 1793 fanden im linksrheinischen Gebiet zwischen Landau und Bingen, das von den Franzosen seit Oktober 1792 besetzt war, Wahlen zum „Rheinisch-Deutschen Nationalkonvent“ statt. Wahlberechtigt waren alle Männer über 21 Jahren. Jeder Bürger musste, um seine Stimme abgeben zu dürfen, einen Eid auf Volkssouveränität, Freiheit und Gleichheit leisten. Dies führte mancherorts aus Angst vor Vergeltungsmaßnahmen der deutschen Armee zu Wahlverweigerungen. Nur die Hälfte der Gemeinden entsandte schließlich einen Abgeordneten in das neue Parlament. Dieses schaffte die Leibeigenschaft ab, erklärte das Land als „Rheinisch-Deutsche Republik“ für unabhängig und beantragte den Anschluss an Frankreich. Der Konvent löste sich Ende März 1793 mit der Belagerung von Mainz durch ein allliiertes deutsches Heer auf.
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